Der Frühling 2026 war in Spanien der zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1961. Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 14 Grad Celsius lag er deutlich über dem langjährigen Mittelwert und bot einen klaren Hinweis darauf, was der Sommer bringen könnte. Nur der Frühling 2023 war noch etwas wärmer, was den Trend zu immer höheren Frühlingstemperaturen unterstreicht.
Der Frühling begann im März noch normal, doch im April stiegen die Temperaturen stark an – der wärmste April, der je in Spanien gemessen wurde, mit örtlichen Spitzenwerten bis zu 4 Grad über dem Durchschnitt. Im Mai sorgte eine Hitzewelle ab dem 19. für extreme Temperaturen, die an vielen Orten des Festlands Rekorde brachen. So wurden am 31. Mai in Sevilla 40,5 Grad und in Córdoba 39,5 Grad erreicht.
Trotz der hohen Temperaturen war der Frühling insgesamt vergleichsweise trocken, mit nur 75 Prozent des üblichen Niederschlags. Besonders betroffen waren Extremadura, West-Andalusien und Galicien, während der Nordosten und die Ostküste mehr Regen erhielten. Die Kanarischen Inseln erlebten aufgrund eines Sturmtiefs sogar den nassesten Frühling seit Jahrzehnten.
Mit Blick auf den Sommer 2026 deuten die Prognosen von AEMET auf überdurchschnittlich hohe Temperaturen im gesamten Land hin. Die Wahrscheinlichkeit für einen heißen Sommer liegt bei über 70 Prozent, begleitet von einer Zunahme von Gewittern besonders im Landesinneren, im Südosten und auf den Inseln. Urlauber aus Nordeuropa sollten sich auf anhaltende Hitze einstellen und die Warnungen des spanischen Wetterdienstes beachten, um die heißesten Tageszeiten zu meiden.
Der Frühling 2026 zeigt eindrücklich die Auswirkungen des Klimawandels auf Spanien: Wärmere Temperaturen und wechselhafte Niederschläge prägen zunehmend das Wettergeschehen. Dies verlangt Anpassungen sowohl im Alltag als auch im Umgang mit Umwelt und Ressourcen – eine Herausforderung, die Spanien und viele andere Länder in den kommenden Jahren weiter beschäftigen wird.
Quelle: Agenturen




